Als echte Kunststadt bietet Perugia bemerkenswerte Besichtigungsmöglichkeiten, die weit über das allgemein bekannte etruskische und mittelalterliche Bild hinausgehen. Unter anderem lohnt es sich, einen faszinierenden Weg auf der Suche nach jenen Juwelen der Barockkunst zu unternehmen, die die Stadt in Kirchen, Oratorien und vor allem in ihrem bedeutendsten Museum, der Galleria Nazionale dell’Umbria, bewahrt und fast versteckt hat.
Ein solches Erbe an Kunstwerken bezeugt die Fähigkeit Perugias, mit den künstlerischen Neuheiten Schritt zu halten, die Italien im Laufe des 17. Jahrhunderts prägten, und bringt den Charakter einer Epoche tiefgreifender politischer und religiöser Veränderungen zum Ausdruck.
Unser Rundgang kann mit dem Besuch jenes Teils der Galerie beginnen, der der Barockmalerei gewidmet ist: Pietro da Cortona, Francesco Mochi, Orazio Gentileschi, lo Scaramuccia und il Carlone, um nur einige der großen Künstler zu nennen, die in unserer Stadt tätig waren.
Von großem Interesse ist auch der Besuch der Kirche del Gesù mit ihren Fresken und vor allem den Räumlichkeiten der sogenannten unteren Kirche, drei unterirdischen und reich dekorierten Oratorien, die normalerweise nicht zugänglich sind.
Der Rundgang kann dann mit der Chiesa di San Filippo Neri fortgesetzt werden, der wahren Summa des peruginer Barocks, deren Fassade durch ein eindrucksvolles Restaurierungseingriff in ihren ursprünglichen Glanz zurückversetzt wurde.
Von großer Schönheit ist auch das Oratorium der Bruderschaft der Disciplinati mit einer prächtigen Dekoration, die Luigi Scaramuccia zu Beginn des 17. Jahrhunderts schuf.
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